Montag, 7. November 2016

Gefühlschaos

Kaum zu glauben das ich jetzt schon fast 9 Wochen hier bin, und wenn ich so zurück schauen was in dieser Zeit alles so passiert ist kann ich es garnicht glauben das es nur 9 Wochen sind. Jedoch vom Gefühl her fühlt es sich soviel kürzer an... es kommt mir wie gestern vor als ich in München ins Flugzeug gestiegen bin und in die USA geflogen bin. 
Ich glaube ich kann jetzt schon sagen das mich die Zeit hier verändert hat, und das in vieler leih Hinsicht. Natürlich ist mein Englisch schon besser geworden allerdings sind das nicht die Dinge von denen ich rede. Ich habe mich nicht nur für ein Auslandsjahr entschieden um die Sprache besser zu lernen sondern auch um mich besser kennen zu lernen, zu sehen was ich mit meinem restlichen Leben anfangen will und einfach mal Zeit mit neuen Menschen zu verbringen. Ich weiß das ich noch lange nicht fertig bin mit all diesen Sachen bin und genau deswegen freue ich mich auf die nächsten Wochen und Monate. 
Um ehrlich zu sein will ich noch garnicht daran denken wie es ist wieder in Deutschland zu sein, klar ich vermisse meine Freunde und Familie schon, aber die Zeit hier hat mich schon so sehr geprägt und mir so gut gefallen das ich einfach noch nicht zurück will. Da kann jeder sagen was er will aber ich bin der Meinung das man in seinem Auslandsjahr erst richtig merk wer man wirklich ist, denn man ist viel offener da man, auch wenn man es nicht immer will, immer im Hinterkopf hat das man nach den 10 Monaten wieder zurück geht und es nicht schlimm ist wenn die Menschen hier einen nicht um bedingt so mögen wie zu Hause.
Ich hab auch schon in dieser kurzen Zeit gemerkt wer meine Freunde sind und mit welchen Leuten man nur befreundet war weil man sie 5mal die Woche in der Schule gesehen hat. Und mal ganz ehrlich ich weine keiner einzigen dieser falschen Freundschaften nach, ich bin eher glücklich das ich weiß auf wen ich zählen kann wenn es mir schlecht geht und wer mir zuhört. Auch wenn ich nicht mit allen meinen Freunden täglich Kontakt habe, sind wir dennoch immer für einander da. Man schätzt es jetzt einfach viel mehr mit einander zu schreiben oder zu telefonieren. Jedoch macht es mich auch traurig wenn meine Freunde mir schreiben das sie mich vermissen, und die Zeit mit mir vermissen, allerdings freue ich mich dann auch noch mehr wieder nach Hause zu kommen weil ich weiß das Leute auf mich warten die mich in jeder Situation unterstützt haben und mich genauso lieb haben wie ich sie.
Aber um hier mal den Schein vom perfekt sein weg zu nehmen, es ist nicht alles perfekt hier. Ich habe oft Probleme mit der Mentalität der Amerikaner klar zu kommen, sie achten einfach auf ganz andere Werte als wir und Freundschaften sind hier mehr sein als sein. Lästern oder so ist an der Tagesordnung und ich finde das manchmal schon echt unterhaltsam was für einen Müll die hier alle rum erzählen. Man weiß nie so richtig wem man was erzählen kann und ob die es dann gleich der ganzen Schule weiter erzählen, denn hier verbreiten sich Informationen wie ein Lauffeuer. Genau diese nicht all zu perfekten Dinge prägen dich für das weitere Leben.

xoxo Sandrina